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Start - Wende - Komando
Seegemeinden an der Goldküste

START - WENDE - KOMMANDO - BAHNEN UND ATMUNG

Der Start weist verschiedene Formen auf, je nach der «Lage», für welche er zur Anwendung gelangt. Für den Brustgleichschlag erweist sich der «Bogenstart» als zweckmässig. Für den Crawl in Brustlage der «Flachstart». Auf alle Fälle aber gilt es für den Startenden jeweilen durch einen kräftigen Beinabstoss von der festen Unterlage - meistens ein Startblock - so weit wie möglich wegzukommen, ehe mit der «Arbeit im Wasser» angefangen wird. Mit dem «Flachstart» will der Schwimmer, wie der Name sagt, so flach als möglich auf das Wasser zu liegen kommen, um mit den Armen und Beinen die Arbeit zu beginnen, ehe der Körper an «Fahrt» oder «Schuss» verliert. Anders jedoch, wenn der Schwimmer zu einem Start für den Brustgleichschlag und das Tauchen antritt. Da er, im Gegensatz zum Crawl, seine schwimmerische Tätigkeit bereits unter dem Wasser beginnen kann, versucht er in einem Halbbogen durch die Luft zu kommen, dem dann der zweite Teil unter Wasser folgt, gleich einem gelegten grossen « S ». Dadurch wirkt das tiefe Eintauchen nicht bremsend.

Der Sprung zum Start kann mit einem kräftigen Schwung der Arme von hinten nach vorne unterstützt werden. Es gibt aber auch Schwimmer, die das Körpergewicht so stark nach vorne verlegen und dabei die Arme über das Wasser hängen lassen, dass der geringste Beinabstoss genügt, um dem Körper das «Uebergewicht» zu geben. Diese Startart bietet den Vorteil, dass sie die Stosskraft der Beine sofort und direkt in den Körperschwerpunkt lenkt.

In der Rückenlage muss der Konkurrent eines Schwimm-Meetings ausnahmsweise aus dem Wasser starten. Auch hier unterscheidet man zwei Arten des Startes: den Uber- und den älteren Unterwasserstart. Beim Ueberwasserstart hält sich der Schwimmer mit beiden Händen am Bassinrand, zieht die Beine an und stellt die Füsse zirka 30 cm unter der Wasseroberfläche flach gegen die Bassinwand. Auf das Kommando hin wird der Körper energisch ausgestreckt, die Beine stossen ebenso von der Wand ab, die Beine werden gestreckt rückwärts in die Luft geschleudert. Der gestreckte Körper fällt dann hart auf das Wasser und kann mit der Schwimmarbeit sofort beginnen.

Beim Unterwasserstart lässt man, nach derselben Positionseinnahme wie beim Ueberwasserstart, nach der Startfreigabe den Körper unter das Wasser fallen und streckt ihn erst dann aus. Diese Startart ist in neuester Zeit aus der «Mode» gekommen, weil sie, trotz der guten Treiblage, im Vergleich zur erstgenannten Art einen Tempoverlust durch das zuerst nötige Abfallen in das Wasser aufweist.

Quelle: Von Fred Jent, langjähriger Präsident des SSCHV, Ausschnitt aus dem Buch "Stadion Schweiz –Turnen, Sport und Spiel" erschienen 1945 im Verlag M.S. Metz in Zürich


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