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Silvia Schmid
Seegemeinden an der Goldküste

INTERVIEW MIT SILVIA SCHMID

Silvia SchmidPersönlicher Bezug zur Goldküste

Wie lange leben Sie schon in Küsnacht?

Seit 15 Jahren wohne ich in Küsnacht.

Wenn Sie nicht in Küsnacht geboren sind, was hat Sie in diese Gegend gebracht?
Der beste Mann mit dem schönsten Haus am See!


Das rechte Zürichsee Ufer ist auch als Goldküste bekannt. Seit wann existiert für Sie dieser Begriff?

Seit zirka 35 Jahren.

Woher stammt diese Bezeichnung und weshalb nennt man gerade das rechte Zürichsee Ufer so?
Ich nenne dieses Ufer so, weil es anders als das linke Zürichsee Ufer, goldgelb von der untergehenden Sonne angeleuchtet wird!
Wohlhabende Leute sind heute rund um den See zu finden!

Welches sind die attraktivsten Plätze für Sie persönlich in Küsnacht und am rechten Zürichsee Ufer?

An erster Stelle steht da sicher unser Haus in dem wir wohnen. Aber ich schätze

auch die Gemeinde Küsnacht insgesamt sehr. Den Kontakt zu einzelnen Menschen die in Küsnacht arbeiten, pflege ich gerne. Seien dies Handwerker oder die Besitzer der einzelnen Geschäfte, stets habe ich Freude ihnen zu begegnen und persönliche Worte mit ihnen zu wechseln. So kennt man sich und kann sich in der Not auch mal helfen: als ich über Mittag trainingshalber mit dem Rennvelo unterwegs war und auf dem Heimweg in Herrliberg einen Plattfuss einfing lud mich der Küsnachter Elektriker, der zur Arbeit fahren wollte, schnell in seinen Camion ein und brachte mich nach Hause - so kam auch ich nicht zu spät wieder zur Arbeit!

Wie viele Gehminuten brauchen Sie von zu Hause bis zum nächsten für Sie zugänglichen Platz am Zürichsee?
Höchstens 0,3 Minuten !

Wie nutzen Sie die spezielle Sport- und Infrastruktur in Küsnacht und an der Goldküste?

Täglich trainiere ich in den Wäldern rund um Küsnacht und den Pfannenstiel

entweder zu Fuss oder mit dem Mountainbike. Wenn es wärmer wird, bin ich

auch mit dem Rennvelo unterwegs und wenn es heiss ist, schwimme ich natürlich

gerne im Zürichsee. Überdies komme ich aus einer Ruderer-Familie und

bin mit einem Ruderer verheiratet. So ergibt es sich auch, dass ich mich hin und

wieder rudernd über die Wasseroberfläche bewege.


Gibt es spezielle

Produkte dieser Region, die sie besonders gerne nutzen?

Ich schätze es besonders, dass Küsnacht einen Dorfkern hat und ich vieles zu Fuss schnell erreichen kann, auch die Eisenbahn, den Bus, das Schiff oder ein paar feine Restaurants.


Bezug auf Ihre Tätigkeit


Sie sind Gründerin und Geschäftsleiterin der Praevmedic®, einem Institut für Risikoanalyse und Gesundheitsvorsorge. Was ist das spannende an Ihrem Beruf?
Das wohl Spannendste an meinem Beruf ist herauszufinden, wie der einzelne Mensch „tickt“, wie er funktioniert, sowohl physisch, psychisch wie auch geistig, und wie ich ihm mein Know-how am besten zur Verfügung stellen kann, so dass es ihm auch wirklich nützt. Dazu braucht es Zeit und die nehmen wir uns bei Praevmedic für den einzelnen Kunden auch. Ich finde es spannend jede Stunde einen anderen Menschen vis à vis von mir zu haben und mich auf ihn einzustellen. Niemals habe ich in den 15 Jahren, während denen Praevmedic nun existiert, zweimal dasselbe gehört. Zwei Menschen haben eben niemals denselben Fingerabdruck!

Ihre Firma bietet unter anderem eine Risikoanalyse und Lebensberatung betreffend Herzkreislauf an. Wie muss man sich einen solchen Test vorstellen?
Dabei handelt es sich um einen sehr umfassenden medizinischen Check-up, mit allem was nötigerweise dazu gehört. Wir legen grossen Wert darauf, unsere Untersuchungen sowohl auf dem Niveau von „state of the art“ als auch evidence based zu halten. Wichtig ist uns auch hier wieder, dass wir uns für den einzelnen Menschen genügend Zeit nehmen können. Dies nicht nur für die Untersuchungen, sondern besonders auch für die Besprechung der einzelnen Resultate und der individuellen Konsequenzen, die daraus gezogen werden sollten. Wir möchten unseren Kunden gerne mehr medizinisches und verhaltenswissenschaftliches know how über ihre eigene Person vermitteln. Nur vor dem Hintergrund dieses Wissens über uns selbst, können wir unsere Gesundheit optimal managen.
Für mehr Detailinformationen über unsere Dienstleistungen lade ich Sie gerne für einen Besuch auf unserer neu gestalteten Homepage ein: www.praevmedic.com.

Wie muss man sich allfällige vorbeugende Konsequenzen vorstellen? (z.B. Wenn eine Risikoperson ab sofort nicht mehr zu 100% arbeiten sollte)
Das obige Beispiel ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, denn wenn jemand bereits nicht mehr 100% arbeitsfähig ist, hat er wohl schon eine längere Krankengeschichte hinter sich. Bei den Konsequenzen würde es sich also um sekundärpräventive Massnahmen handeln.
Bei den primärpräventiven Massnahmen die wir unseren Kunden aufgrund ihres Risikoprofiles vorschlagen, handelt es sich oft um ganz kleine Umstellungen im Tagesablauf oder dem Erlernen neuer Gewohnheiten.

Was bringt ein solcher Risikocheck konkret?
Einerseits ist ein Check-up, so wie wir ihn durchführen, eine klare Standortbestimmung Ihrer Gesundheit. Wir zeigen Ihnen was alles gut ist und was Sie bis anhin alles richtig gemacht haben. Es ist uns wichtig, Ihnen Letzteres auch wirklich aufzuzeigen, nicht dass Sie aus unerfindlichen Gründen richtiges Gesundheitsverhalten plötzlich in nachteiliges umwandeln, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wurden erhöhte Risiken aufgedeckt, möchten wir Ihnen Wege aufzeigen, auf denen Sie durch Veränderung Ihres eigenen Verhaltens, die Risiken wieder senken und so Ihre Lebensqualität steigern können. Stellen Sie sich die Freude jener Kunden vor, die seit 10 Jahren alle zwei Jahre sich bei uns checken lassen und feststellen dürfen, dass sie obwohl zehn Jahre älter, sie heute in besserer Form sind als bei ihrem ersten Check-up. Diese Leute sind zwar in Jahren gezählt älter geworden, misst man jedoch ihre Sauerstoffaufnahmefähigkeit, so sind sie biologisch oft jünger als viele Jahre früher.
Andererseits darf ich sagen, dass wir bis heute unzählige, bösartige Krankheiten im frühesten Stadium diagnostizieren konnten, was natürlich für jeden Betroffenen von grossem Nutzen war.

Warum lohnt sich Prävention für den Einzelnen? Warum für ein Unternehmen?
Ich denke, es ist für jedes Unternehmen wichtig, dass seine Mitarbeiter im umfassenden Sinne gesund sind. Nur gesunde Mitarbeiter können wirklich gute Leistungen erbringen. Systemtheoretisch ist es so, dass grosse Systeme nur funktionieren, wenn ihre kleinsten Einheiten auch voll funktionstüchtig sind. So gesehen wird verständlich, dass sich auch im Unternehmen die Prävention an den Einzelnen richten muss. Ein modernes Unternehmen sollte seinen Mitarbeitern Mittel zur Verfügung stellen, mit welchen sie die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit wahrnehmen können. Jedes Unternehmen stellt return on investment-Rechnungen an um seinen Erfolg zu messen. Vergisst man heute in den „Faktor Mitarbeiter“ zu investieren, könnte dereinst das Resultat dieser Rechnung schlecht ausfallen. Ein Beweis dafür ist die Tatsache, dass die direkten Folgen von Arbeitsstress 10% der gesamtschweizerischen Gesundheitskosten ausmachen, was immerhin die Summe von 4.2 Mia CHF bedeutet! Dabei geben 80% der arbeitstätigen Bevölkerung in der Schweiz an, regelmässig gestresst zu sein. Andererseits belegen neuere Studien, dass Investitionen in die Prävention direkte Krankheitsbehandlungskosten in der Höhe von über 2.7 Mia CHF. Zu verhindern vermögen.

Wie setzt "man" und "Frau" die Zeit für eine effiziente und lustbetonte Gesundheits-förderung ein?
Diese Frage kann ich so pauschal nicht einfach beantworten, wäre dem so, hätten wir wahrscheinlich eine viel gesündere Bevölkerung. Das Finden der Antwort auf diese Frage ist unter anderem auch ein wichtiges Thema während des einstündigen feedback-Gespräches im Anschluss an einen medizinischen Check-up bei uns. Das wohl Wichtigste an gesundheitsfördernden Massnahmen ist, dass wir sie mit Spass und Freude durchführen. Erfüllen sie dieses Kriterium nicht, sind sie nicht von langer Dauer.


Bezug auf Ihre Persönlichkeit


Welcher ist ihr schönster Charakterfehler?
Vielleicht dass ich oft zu offen bin und das Gefühl habe, Verantwortung übernehmen zu müssen, da wo es gar nicht nötig wäre.Wer war in der Medizingeschichte nicht wegzudenken?
Paracelsus mit seiner sinnbildlichen Aussage:“Wasser genossen in gemässigter Menge ist ungiftig.“

Auf wen hätte die Medizin getrost verzichten können?
Auf all jene die behaupten, alles was mit den dem heutigen Stand der Wissenschaft zur Verfügung stehenden Mitteln nicht beweisbar ist, sei unwirksam.

Wir haben gelesen, dass sie leidenschaftlich Harley Davidson fahren und ab und zu eine Zigarre rauchen. Stimmt das? Haben Sie noch weitere witzige oder ausgefallene Freizeitbesch¨ftigungen?
Hohe Berge ziehen mich magisch an. So bin ich im Oktober 2003 mit meinem Mann und drei Freunden auf Mountainbikes 1000km durch den Himalaya gefahren. Über 12 Pässe von denen sieben weit über 5000m über Meer hoch waren, bis zum Basiscamp des Mount Everest. Vor allem das Erleben der Relativität des eigenen Seins ist es, was mich an solchen Expeditionen anzieht.
Ebenso fasziniert bin ich aber auch von der klassischen Musik, wenn ich realisiere, wie ihre harmonischen Rhythmen meinen manchmal gestressten Geist wieder ins Normalmass zurückzutakten vermag.

Würden Sie uns nach dem Interview ihr Geheimrezept in Sachen Küche verraten?
Ja, natürlich! Als sehr faule Hausfrau habe ich einige, „sehr faule“ Rezepte selbst erfunden. Vor allem Fische esse und koche ich sehr gerne: In eine feuerfeste Form gebe ich eine Mischung aus 500gr in ganz feine

Streifen geschnittene Rüebli, Sellerie und Lauch. Diese Mischung mariniere

ich mit Olivenöl Pfeffer und Salz. Dann lege ich die Hälfte der gewürzten

Mischung auf einen Teller, lege einige Züriseefischfilets auf das Gemüse

und decke sie mit dem auf dem Teller liegenden Rest zu. Das Ganze decke ich

mit einer Alufolie zu und schiebe es für ca. 40 Minuten in die Mitte des

auf 220 Grad vorgeheizten Backofens. Dazu esse ich gerne ein paar „gschwellti

Herdöpfeli“.



Frau Silvia Schmid, wir danken Ihnen herzlich für das Interview, möchten Sie uns noch etwas mitteilen?
Ich möchte Ihnen für Ihr Unternehmen riesigen Erfolg wünschen und hoffe insofern, dass viele Leute www.goldkueste.ch besuchen!




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