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Geruch
Seegemeinden an der Goldküste

WEINE DEGUSTIEREN - DER GERUCH

Im Wein stecken mehrere hundert Aromastoffe. In Rotweinen etwa zwei- bis dreimal so viele wie in Weissweinen. Einige Aromastoffe dominieren. Um diese vorherrschenden und für einen Wein charakteristischen Töne aufzunehmen, muss der Wein zunächst geschwenkt werden. Dadurch vergrössert sich die Oberfläche und die Duftstoffe lösen sich leichter. Dann wird eine "Nase" genommen, das heisst, das Glas wird an die Nase gehalten. Hier kommt es auf den richtigen Riecher an: Was für eine Frucht fällt auf? Bei Weissweinen kann das zum Beispiel Limette oder grüner Apfel sein, Grapefruit oder Pfirsich. Bei Rotweinen entfalten sich oft Kirscharomen oder Johannisbeeren, Brombeeren oder Zwetschgen. Nach Gewürzen wie Pfeffer, Zimt oder Vanille können Weine ebenso duften wie nach Paprika, Veilchen oder Rosen. Bei Bordaux-Weinen werden manchmal sogar Zigarrenkistenholz und Kaffeebohnen identifiziert. Das Bouquet eines spanischen Riojas kann aus Kirschkonfitüre und schwarzen Johannisbeeren bestehen, aus Zimt, Nelken und Butter. Die Gerüche hängen jeweils von den Rebsorten ab, von Lage und Anbau, vom Herstellungsprozess, dem Ausbau und der Lagerung. Zur Schulung des Geruchssinns können regelmässige Übungen den Meister machen. Bei Weinverkostungen helfen die Nasen von Freunden und eigene Notizen, Kenntnisse aus der Welt der Düfte zu vertiefen.

Quelle: wissen.de GmbH


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