
Als TuNichtGut wieder einmal beim grossen Wasserfall spielte, wurde er müde und schlief ein. Gerade da wo das Tobel am engsten ist. Mit seinem dicken Bauch versperrte er das ganze Tobel und staute den Bach. Es kam wie es kommen musste, ein gewaltiger Gewittersturm brach los und es regnete und regnete. Das Wasser sprudelte munter von den steilen Hängen ins Tal hinunter. Langsam bildete sich hinter dem Drachen ein See, er stieg und stieg, die Zwergen- höhle unter dem Alexanderstein füllte sich langsam mit Wasser. Die Zwerge mussten zuoberst auf den Alexanderstein klettern, aber auch das half nicht, das Wasser stieg und stieg. Sie schrieen, aber auch der lauteste Schrei konnte unseren müden Drachen nicht aus seinem Schlaf wecken.
Nach genauzwei Stunden, es war schon Nacht, erwachte unser Drache. Er tapste schlaftrunken, Zweige und halbe Bäume mit sich reissend, zu seiner weiter oben gelegenen Höhle. Aber nachdem der Drache aufgestanden war, schwappte das angestaute Wasser schäumend und alles mit sich reissend durch das schlafende Dorf Küsnacht.
Wenn Du sehen willst, wie hoch das Wasser seinerzeit spritzte, kannst Du das am Haus Am Bach Nr. 7 noch heute an seiner Giebelwand angezeichnet sehen. Die Leute von Küsnacht waren so wütend, dass sie überall nach einem Drachentöter Ausschau hielten. Aber sie fanden nicht so schnell jemanden, der den Drachen vertreiben wollte. Deshalb weihten sie ihre Kirchen dem Sankt Georg (dem Drachentöter), oder wie es im Mundart heisst Sankt Jörge (Jürge-Huus) aber das mit dem Drachentöter ist eine andere Geschichte.![]()