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Bierlexikon L bis S
Seegemeinden an der Goldküste

BIERLEXIKON L BIS S

L
Läutern
Nach dem Maischen wird die Würze (gelöste Extrakte) im Läuterbottich vom Treber (unlösliche Stoffe) getrennt.

Lagerung
Nach Abschluss der Gärung wird das Jungbier in die Lagertanks gepumpt. Hier reift es innerhalb von Wochen bis Monaten voll aus.

Linde, Carl von
Beeinflusste mit der Erfindung der Kühlmaschine entscheidend den technischen Fortschritt in der Bierbrauerei. Erst durch diese Entwicklung war es möglich, das ganze Jahr über Bier zu brauen.

Lupulin
Harz, das in Hopfendolden enthalten ist. Lupulin enthält den Biergeschmack beeinflussende Aroma- und Bitterstoffe.

M
Märzen
Bevor durch künstliche Kühlung das Bierbrauen auch in den Sommermonaten möglich wurde, konnten die Braumeister im März das letzte Bier brauen. Um es besser haltbar zu machen, wurde es etwas stärker eingebraut. Ausgeschenkt wurde es zu Volksfesten im Herbst, etwa beim Münchner Oktoberfest.

Maibock
Starkbier, das nur im Frühjahr ausgeschenkt wird und mindestens 16 Prozent Stammwürze aufweist.

Maische
Gemisch aus Malzschrot und Wasser.

Malz
Durch Keimung (mälzen) und Trocknung (darren) verarbeitetes Getreide. In der Regel wird Gerste zur Malzherstellung verwendet, aber auch Weizen und Roggen kommen für bestimmte Biere zum Einsatz. Der, bei der Keimung entstehende Malzzucker wird durch die Gärung von Hefen zu Alkohol und Kohlensäure umgewandelt.

Malzbier
Dunkelbraunes, obergäriges Bier mit nur etwa 1 Prozent Alkoholgehalt und süsslichem Geschmack.

Malzschrot
Zerkleinertes Malz, in der Schrotmühle gemahlen.

N
Nachgärung
Zweite Gärphase, die in den Lagertanks stattfindet. Durch diesen Prozess reift das Jungbier und wird mit Kohlensäure angereichert.
Naturtrüb Biere, die nicht gefiltert werden. Sie enthalten einen höheren Anteil an wertvollen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen als gefilterte Biersorten.

O
Obergärig
Gärprozess, der den Biertyp bestimmt. Zur Gärung wird die Bierhefe Saccharomyces cerevisiae verwendet, die bei der Gärung an die Oberfläche steigt. Optimale Temperatur: 15 bis 20 Grad Celsius. Typische Vertreter des Biertyps: Weiss- oder Weizenbiere, Kölsch, Alt und Berliner Weisse.

P
Pichen
Früher gängige Praxis zur Abdichtung von Holzfässern mit Pech.

Pils
Helles Vollbier, kräftig gehopft. Der Stammwürzegehalt liegt bei etwa 11,5 Prozent. Ursprünglich stammt diese Biersorte aus Pilsen.

R
Reinheitsgebot
Nach verschiedenen regional geltenden Brauverordnungen erliess Herzog Wilhelm IV. 1516 ein für ganz Bayern gültiges Reinheitsgebot. Es legte fest, dass zum Brauen nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen. Die Wirkung der Hefe war damals noch nicht bekannt. An das Reinheitsgebot halten sich deutsche Brauereien bis heute.

Reinzuchthefe
Speziell gezüchtete, "reine" Hefekulturen. Hefen in Reinzucht sind frei von Begleitorganismen, die Fehlgärungen verursachen können.

S
Saccharometer
Messvorrichtung (Senkspindel), die zur Ermittlung des Extraktgehalts verwendet wird. Damit bestimmt der Braumeister die Würzekonzentration.

Schaum
Auch Blume, Krone oder Haube. Kennzeichen eines frisch gezapften oder eingeschenkten Bieres. Entsteht durch Kohlensäure, die beim Zapfen oder Einschenken freigesetzt wird und mit Resten von Hopfen und Eiweiss feine Bläschen bildet.

Schlauchen
Umpumpen des Jungbieres in die Lagertanks.

Schroten
Zerkleinern des Malzes in speziellen Schrotmühlen.

Spundung
Während der Nachgärung im Lagertank genau festgelegter Druck, um die Lösung von Kohlensäure im Bier zu erreichen.

Stammwürzegehalt
Auch Extraktgehalt der Würze. Konzentration der gelösten Stoffe wie Zucker, Eiweiss und Bitterstoffe in der Würze. Durch den Gärprozess entstehen aus der Stammwürze etwa ein Drittel Alkohol, ein Drittel Kohlensäure und ein Drittel Restextrakt.

Sudhaus
Ort des Bierbrauens, in der Regel gekachelt, mit Kesseln aus Edelstahl oder Kupfer, Tanks und weiteren technischen Anlagen. Notwendig für die Produktion sind z. B. Maischbottich, Maischepfanne, Läuterbottich und Würzepfanne.

Quelle: wissen.de GmbH


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