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Ammonium & Phosphat
Seegemeinden an der Goldküste

AMMONIUM & PHOSPHAT

Ammonium in den Fliessgewässern
Ammonium ist in grossen Mengen in Gülle und in kommunalem Abwasser vorhanden. Zudem wird Ammonium als Kunstdünger verwendet. Insbesondere bei einem ungünstigen Verdünnungsverhältnis von gereinigtem Abwasser zu Bachwasser werden unterhalb von überlasteten oder nicht nitrifizierenden Abwasserreinigungsanlagen erhöhte Ammoniumkonzentrationen in Fliessgewässern beobachtet. Zwischen Ammonium und dem starken Fischgift Ammoniak besteht ein chemisches Gleichgewicht, das durch den pH-Wert und die Temperatur bestimmt wird. Die Qualitätsanforderungen für Ammonium wurden deshalb in Abhängigkeit der Temperatur festgelegt.

In den meisten Fliessgewässern konnten die Qualitätsanforderungen für Ammonium eingehalten werden. Deutlich oder stark belastet waren während der Messperiode der Fisibach unterhalb der ARA Bachs (1), der Dorfbach Windlach unterhalb der ARA Stadel (2), der Aabach nach der ARA Bäretswil (3), der Klausbach nach der ARA Bubikon-Wolfhausen (4), der Chliweidlibach unterhalb der ARA Zumikon (5) sowie der Wildbach nach der ARA Hinwil (6), der in die Aa mündet. Auch der nachfolgende Abschnitt unterhalb der ARA Wetzikon zeigte eine deutliche Belastung.

Qualitätsanforderung (A)

Beurteilungsskala: 80% der Messwerte

für Temp. < 10°C; 0.4 mg N/l

unbelastet bis 1/2 A

für Temp. > 10°C; 0.2 mg N/l 

gering belastet bis A

 

deutlich belastet bis 2 A

 

stark belastet bis > 2 A


Phosphat in den Fliessgewässern
Während in Seen die Produktion von Biomasse massgeblich durch Phosphat limitiert wird, reichen in Fliessgewässern die geringen natürlichen Konzentrationen für ein gutes Wachstum der Pflanzen, da durch das strömende Wasser dieser Nährstoff stets nachgeliefert wird. In natürlichen, vom Menschen nicht belasteten Fliessgewässern liegen die Phosphatkonzentrationen unter 0.02 mg PO4-P/l. Phosphat wird stark an Bodenpartikel gebunden und deshalb kaum ausgewaschen, jedoch durch Erosion von Feststoffen in die Gewässer eingetragen. Einleitungen aus Abwasserreinigungsanlagen ohne weitergehende Phosphorelimination und Abwasserentlastungen aus der Kanalisation tragen zur weiteren Phosphorbelastung der Fliessgewässer bei.

Da für Abwasserreingungsanlagen im Einzugsgebiet von Seen verschärfte Einleitungsbedingungen gelten, sind die Phosphatkonzentrationen in solchen Fliessgewässern dank der weitergehenden Phosphorelimination oft deutlich niedriger.

Qualitätskriterium (K) im Gebiet

Beurteilungsskala:80% der Messwerte

Seen   0.04 mg PO4-P/l

unbelastet  bis 1/2 K

übrige Messstellen 0.08 mg PO4-P/l

gering belastet bis K

deutlich belastet bis 2 K

stark belastet  bis > 2 K


Messergebnisse der chemisch/physikalischen Untersuchungen der Fliessgewässer Monatliche Stichproben 1994 bis 2002, Übersichtskarten beim Kantonalen Gewässerschutz Zürich..

Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft


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