
Die Bedeutung des Phosphors für die Überdüngung der Seen
Für den Aufbau von Algenbiomasse ist Phosphor erforderlich, der im Wasser als gelöstes Phosphat vorliegt. In unseren Seen ist Phosphat der Wachstums limitierende Nährstoff. Gelangt zuviel Phosphor in den See, ermöglicht dies ein starkes Algenwachstum. Ein Teil der absterbenden Biomasse sinkt auf den Seegrund und wird hier durch Mikroorganismen abgebaut. Dieser Abbau verbraucht viel Sauerstoff, so dass in überdüngten Seen in den tieferen Wasserschichten akuter Sauerstoffmangel herrscht. Phosphor löst sich aus dem Seesediment und steht teilweise wieder für die Biomasseproduktion zu Verfügung. Der See "düngt" sich damit selbst.
Die Phosphorbelastung der Seen Messresultate der chemisch/physikalischen Untersuchungen der Seen
Der Ausbau der Kanalisationssysteme, die Ausrüstung der Abwasserreinigungsanlagen mit Phosphoreliminationsstufen und Massnahmen in der Landwirtschaft führten in den vergangenen 30 Jahren zu einer deutlichen Abnahme der Phosphorkonzentrationen und damit zur Verbesserung des Zustands der Seen. Der angestrebte Zielwert von 0.025 mg Gesamtphosphor pro Liter Seewasser wurde in den letzten Jahren im Zürichsee, im Türlersee und im Jahr 2000 auch erstmals im Pfäffikersee erreicht. Im Jahr 2001 war in allen Seen eine leichte Zunahme der Phosphorbelastung zu beobachten. Dabei weisen der Hüttnersee und insbesondere der Greifensee trotz grossen Anstrengungen noch deutlich zu hohe Gesamtphosphorkonzentrationen auf..
Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft