
Bei den Umgangsformen kommt es heute auf die Feinheiten an, man besinnt sich wieder auf Werte, die mehr als nur hohle Phrasen und Floskeln sind. Höflichkeit erfordert auch ein gewisses Mass an Flexibilität. Jede Situation verlangt ein anderes Verhalten und einen anderen Umgang.
Der erste Eindruck wird durch das persönliche Auftreten, durch die Kleidung und das Gesamtbild geprägt. Wer Umgangsformen beherrscht gewinnt Freunde, die ihn achten, da auch ihnen der verdiente Respekt entgegengebracht wird. Respekt ist generell in jeder Gesellschaft notwendig.
Der Eindruck
• Man sollte sich stets dem Anlass entsprechend kleiden.
• Die Haare sollten gepflegt sein.
• Ein "Drei-Tage-Bart" ist unpassend.
• Körpergerüche können störend sein.
• Schrilles und lautes Lachen ist unangenehm.
• Ein zu grosses devotes Verhalten kann missverstanden werden.
• Bei Gesprächen sollte man zuhören und Interesse zeigen.
• Bei Gesprächen sachlich bleiben und nicht lügen.
• Höflichkeiten sind Pflicht -...Guten Tag, Danke, Bitte...
Höflichkeit ist eine gegenseitige Respektierung. Mit ihr kann Nähe geschaffen werden und es lässt sich mit ihr Distanz wahren. Jeder sollte Höflichkeit besitzen.
Das Vorstellen
• Eine jüngere Person wird der älteren vorgestellt.
• Es wird nur der Name genannt.
• Im Job wird nach Hierarchie vorgestellt und nicht nach Geschlecht und Alter.
• Ein Händedruck gehört immer dazu.
• Die moderne Power-Frau steht zum Händedruck auf.
• Die Frau reicht dem Mann zuerst die Hand.
• Beim Vorstellen ist dem Gegenüber in die Augen zu schauen.
Taktvolle Menschen besitzen Feingefühl und können sich höflich zurücknehmen. Sie sind sowohl in der Lage sich in Situationen hineinzuversetzen die anderen peinlich sein könnten, als auch in entsprechenden Situationen ganz zu schweigen und diese zu ignorieren.
Das Taktgefühl
• Man sollte immer offen und ehrlich, aber niemals verletzend sein.
• Kleine Schwächen des Gegenübers sind zu ignorieren.
• Mit Komplimenten ehrlich umgehen
• Gerüchte sollte man wenig Glauben schenken und sie nicht weiterpropagieren
• Auch den besten Freunden gegenüber diskret bleiben
• Störende Probleme sollten ohne Diskriminierungen offen diskutiert werden
Die Kleidung
Ordentliche Kleidung, die persönlichen Geschmack verrät, kommt immer gut zur Wirkung. Sie muss zur Umgebung, zum Anlass und zum Träger passen. Eine korrekte Kleidung demonstriert Höflichkeit.
• Man sollte nicht bedingungslos jedem Modetrend nachgeben.
• Mode ist zwar meistens modern, aber nicht immer ästhetisch und schön.
• Es ist ratsam sich seinem Typ entsprechend zu kleiden.
• Die Kleidung sollte dem Alter und der Figur entsprechen.
• Man sollte sich immer dem Anlass entsprechend kleiden.
• Durch die Kleidung niemals andere verletzen oder beleidigen
• Mit Schmuck und Accessoires sparsam umgehen.
Die Anrede
Eine höfliche Anrede schafft Distanz und bewahrt vor eine schnelle Vertraulichkeit. Sie stellt eine Art Hemmschwelle dar, bei Ärger mit Schimpfwörtern um sich zu werfen. Das förmliche "Sie" bedeutet, dass man jemanden respektiert und gleiches von seinem Gegenüber erwartet.
• Man sollte niemals jemanden ungefragt duzen.
• Es bietet immer der Ältere dem Jüngeren das "Du" an.
• Seinem Chef bietet man nie das "Du" an, auch als älterer Arbeitnehmer.
• Mann und Frau können gleichberechtigt das "Du" anbieten.
• Nur mit einleuchtender Begründung sollte man auf taktvolle Art das "Du" ablehnen.