
Einstmals lag der Rumensee zwischen dem heutigen gleichnamigen Restaurant und den Grundmauern des Wisschilchli. Unser Drache kam eines schönen Sommertags von einer langen Wanderung langsam nach Hause zu seiner Höhle getrottet. Er war ganz fest müde. Völlig erschöpft setzte er sich in das erfrischende Nass des Rumensees und — da es ein schwüler Sommertag war - schlief er flugs ein. Er schlief und schlief. Die Leute im Dorf unten hatten zuerst ihre liebe Mühe, denn als TuNichtGut in den kühlen See gestiegen war, überlief der See und die Zolliker hatten alle nasse Füsse, danach aber kam gar kein Wasser mehr.
Einige beherzte Leute stiegen hinauf, um nachzusehen, was passiert war. Da fanden sie den Drachen fest schlafend in ihrem Seelein.
Zuerst mussten sie wieder Wasser haben. Sie stauten den Bach etwas weiter oben, und so entstand der heutige Rumensee. Der Drache schlief immer noch, allerdings im Trockenen. Um den Drachen endlich aufzuwecken und zu vertreiben, bauten die Zolliker und die Leute aus Goldbach eine kleine Kapelle, das Wisschilchli. Und als das kleine Glöcklein zum ersten Mal läutete, bewegte sich der Drache, gähnte und streckte sich und tapste friedlich die wenigen Schritte bis zu seiner Höhle im Tobel nach Hause.
Vom Wisschilchli, oder auch Iseliskirchli genannt, sind nur noch wenige Grundmauern zu finden. In der Senke des alten Rumensees wuchs noch lange Schilf und gediehen andere Wasserpflanzen.![]()