
In einem See können zwei grundlegend verschiedene Zustände unterschieden werden.
StagnationsphaseIm Sommerhalbjahr sind die Wassermassen stabil geschichtet, wobei das warme, leichtere Wasser oben, das kalte schwerere Wasser in den tieferen Seeschichten liegt. Dieser Zustand wird als Stagnationsphase bezeichnet. Während dieser Zeit erfolgt in vertikaler Richtung kaum ein Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen. Horizontal sind die Konzentrationen – von Flussmündungen abgesehen – weitgehend ausgeglichen.
Zirkulationsphase
Während der herbstlichen Abkühlung werden die Temperatur- und Dichteunterschiede zunehmend geringer, so dass die Wassermassen durch Herbststürme angeregt zu zirkulieren beginnen. Das Wasser aus der Tiefe mischt sich mit jenem der Oberfläche. Dieser Zustand wird als Zirkulationsphase bezeichnet. In dieser Zeitspanne erfolgt eine intensive Belüftung des Seewassers an der Oberfläche mit Sauerstoff aus der Atmosphäre. Kühlt sich im Winter die Wasseroberfläche weiter ab und bildet sich eine Eisdecke, wird der Austausch unterbrochen. Diese so genannte Winterstagnation ist in unseren Mittellandseen meist von kurzer Dauer.
Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft