
Grunddaten
Einzugsgebiet: 1'829 km2
Seeoberfläche: 65.06 km2
Höhe über Meer: 406 m
Maximale Tiefe: 136.0 m
Seevolumen: 3'364 Mio.m3
Seeabfluss: Limmat
Abfluss Q347: 38‘200 l/s
Abfluss Qmittel: 89'200 l/s
Mittlere Aufenthaltszeit: ca. 440 Tage
Seit 1972 untersucht die Wasserversorgung den Zürichsee, den Zürich-Obersee und den Walensee, deren Wasser die Grundlage für die gute Qualität des Zürcher Trinkwassers ist. Zusammen mit den Messungen vom ehemaligen Stadtlabor liegen seit 1948 Daten von Sauerstoff, Phosphat und Nitrat vor. Über Untersuchungen und Messmethoden geben verschiedene wissenschaftliche Berichte Auskunft. Die Untersuchungen der Qualität des Zürichseewassers durch das Labor vermitteln auch Kenntnisse über den Erfolg der Gewässerschutzmassnahmen im Einzugsgebiet. Die Analysen des Seewassers liefern Hinweise für mögliche Anpassungen in der Trinkwasseraufbereitung. Die verbesserte Wasserqualität des Zürichsees erlaubt heute beispielsweise, dass weniger Hilfsstoffe für die Trinkwasseraufbereitung in den beiden Seewasserwerken eingesetzt werden müssen. Der Verzicht auf die Desinfektion des Trinkwassers mit Chlor ist dabei die herausragendste Massnahme.Der entscheidende Schritt zur Gesundung des Zürichsees war der Ausbau der Kläranlagen mit chemischer Phosphatfällung. Der Algennährstoff Phosphor nahm dadurch seit Mitte der 70er Jahre um 80% ab. Die auffälligen und unerwünschten "Algenblüten" (Massenentfaltungen von mikroskopisch kleinen Planktonalgen) treten immer seltener auf.Darum lädt der Zürichsee heute auch wieder zum Baden ein! Sichttiefen unter 2 m gehören der Vergangenheit an, beträgt doch die Durchsichtigkeit oder Sichttiefe im Sommer heute durchschnittlich 4.6 Meter. Seit den 70er Jahren hat sich der See auch in hygienischer Hinsicht wesentlich verbessert, so gehört er seit 10 Jahren wieder zu den Badegewässern der höchsten Qualitätsklasse, die mit A bezeichnet wird.
Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft